Bourbon Whiskey

Bourbon Whiskey wird überwiegend aus Mais hergestellt und ist besonders in den USA sehr verbreitet.

Der Name Bourbon geht auf ein gleichnamiges County im Bundesstaat Kentucky zurück, das nach dem französischen Herrschergeschlecht, den Bourbonen benannt wurde. Im ursprünglichen Sinne handelte es sich also um Whiskey aus Bourbon, was sich allmählich zu "Bourbon" verkürzte. 1964 wurde Bourbon rechtlich geschützt und neu definiert.

Demnach muss Bourbon Whiskey nicht unbedingt aus Kentucky stammen. Er muss allerdings einen Mindest-Maisgehalt von 51 Prozent aufweisen. Die übrigen enthaltenen Getreidearten sind Roggen, Gerste und Weizen. Zur Herstellung wird das gemahlene Getreide mit Wasser gekocht und anschließend heruntergekühlt. Nach der Gärung erfolgt die Destillation mit maximal 80 Prozent Alkohol. Das farblose Destillat kommt zur Reifung mit mindestens 63 Prozent Alkohol in neue, ausgekohlte Eichenfässer. Dort bleibt es für nicht weniger als drei Jahre und einen Tag. Generell gilt: Je länger ein Whiskey lagert, umso milder wird er, da während des Reifeprozesses ein Teil des Alkoholgehaltes verdunstet.

Ist der Bourbon Whiskey reif, geht es an die Abfüllung für den Verkauf. Hier unterscheidet man zwischen Bourbon Whiskey aus einer einzelnen Brennerei, den man an der Bezeichnung "Straight" erkennt, aromatischen Fassstärkeabfüllungen (Cask Strength), Jahrgangsabfüllungen (Vintage) und Verschnitten.

Bourbon Whiskey zeichnet sich generell durch einen typischen süßlich-weichen Geschmack aus, den er seinem hohen Maisanteil verdankt. Herstellungsverfahren, Lagerung, Alter und die genaue Art des Produkts sorgen allerdings auch beim Bourbon Whiskey für feine Unterschiede.